Körpersprache Frau – was ist typisch Frau?

Körpersprache Frau: Wie wichtig ​ist sie? Macht es einen Unterschied, ob frau eine gute oder eine schlechte Körpersprache hat? Nun ja – manchmal ist es genau das. 1805 fand man ​auf der ​griechischen Insel Milos die gut erhaltene Marmorstatue einer Frau. Weder eine Inschrift noch sonst einen Hinweis verriet jedoch, wer hier abgebildet war. Dabei zeichnete sie sich durch gleichmäßige Gesichtszüge und wohlproportionierte Formen aus ...

Körpersprache Frau

​Typischeweibliche Körpersprache

... und erhielt daher den einzig angemessenen Namen. Die Frau war nämlich so schön, dass es sich bei ihr nur um die römische Liebesgöttin handeln konnte. Seitdem ist die Statue weltberühmt als Venus von Milo.​ ​Auch in der Malerei ​war die Göttin der Liebe ein beliebtes Motiv, wie das Gemälde „​Die Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli. 

Körpersprache Frau, Venus

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Apropos Venus ​– Frauen sind von der Venus ...

... Männer vom Mars? Zumindest für ihre Körpersprachen scheint dies zu stimmen. Es sind tatsächlich zwei Seiten einer Medaille, die sich seit Tausenden von Jahren perfekt ergänzen. Und während der Mann bis vor kurzem noch derjenige war, der allein für die (wirtschaftliche) Versorgung der Familie zuständig war, hat die Frau für den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Familie gesorgt. Ganz zu schweigen von den sozialen Gefügen, in denen die Familie eingebunden war.

Klar, diese Rollenbilder sind heutzutage völlig veraltet! Nur hat die Körpersprache Frau das noch nicht mitbekommen. Sie funktioniert fleißig nach dem alten System. Ebenso wie die unterbewussten Muster, nach denen wir auf die Körpersprache anderer Menschen reagieren. Daher bevorzugen die meisten Frauen eben den durchtrainierten Kerl, der die Selbstsicherheit ausstrahlt, jeden noch so wilden Bären mit links erlegen zu können, der sich dem Lagerfeuer nähert. Und moderne Männer protzen auch heute noch gerne mit ihren Muskeln und ihrer Kraft.

Und was war mit den Frauen? Sie waren vor Tausenden Jahren darauf angewiesen, möglichst harmlos und niedlich auszusehen, um so den Beschützerinstinkt des Bärenkillers und tüchtigen Ernährers zu wecken. Ob wir es wollen oder nicht – das spiegelt sich auch heute noch in ​der Körpersprache der Frau wider. Wenn wir etwa im Gespräch mit einem Mann unseren Kopf schräg halten. Denn so präsentieren wir ihm unsere verletzlichste Körperstelle, nämlich den Hals inkl. Schlagader, und wecken seinen Beschützerinstinkt.

Körpersprache Frau, Schönheit

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​Körpersprache Frau: Zurückgezogen bis unterwürfig? Nee, oder!!

​Während Männer in Stresssituationen also ihrem ursprünglichen Trieb folgen und auf Angriff schalten, ziehen sich Frauen tendenziell etwas zurück. Sie benutzen häufiger unterwürfige Gesten, und ​die Körpersprache Frau ist eher passiv. Auf einer unterbewussten Ebene drückt die Frau so aus, dass sie Kompromisse sucht, statt den Konflikt. Mag dies in privaten Situationen noch in Ordnung sein (Frauen kennen andere Wege, zu ihren Zielen zu kommen, als den Kampf), stellt es Frauen im Beruf vor ein Problem.

Koerpersprache Frau, zurückhaltend, Zurückhaltung

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​Körpersprache Frau: Wir sind nicht beim Tanzen! Übernimm die Führung ...

​Ein schräg gelegter Kopf (um das obige Beispiel nochmal aufzugreifen) ist beim Flirt ziemlich gut. Dies signalisiert dem Mann nämlich, dass wir uns in seiner Nähe wohl fühlen. Du kannst es bewusst einsetzen, brauchst dir darum aber keine großen Gedanken zu machen: Denn diese Bewegung macht dein Körper in der Regel ganz automatisch.

Achte doch mal drauf, wenn du das nächste Mal im Café sitzt, wie viele Frauen ihren Gesprächspartner so ansehen – und wie viele Männer. Im Geschäftstermin jedoch ist eine solche Kopfhaltung für eine Frau (für Männer allerdings auch) ein negatives Zeichen. Denn die Gesprächspartner werden dies unbewusst als Unterwürfigkeit deuten. Für ein selbstbewusstes Auftreten deshalb am besten den Kopf gerade, den Blick ebenso aufrecht wie die Haltung.

In Führungspositionen kommt es auf Dominanz und Durchsetzungsvermögen an. Wenn die Körpersprache ​Frau dies nicht auch ausstrahlt, wird sie es sehr schwer haben, sich in männerdominierten Umfeldern zu behaupten.

Körpersprache Frau, Führung

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​Körpersprache Frau: Besonnenheit und Zurückhaltung

​Es benötigt schon ein gesundes Maß an Hartnäckigkeit und die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis, um diesen Weg zu gehen. In kleinen Schritten geht es leichter. Schaut euch zuerst die Körpersignale an, die Schutzbedürftigkeit signalisieren. Denn wenn wir sie kennen, können wir anfangen, sie in Situationen zu vermeiden, in denen sie völlig fehl am Platz sind. Zum Beispiel im Vorstellungsgespräch für die Position als Teamleiterin. Es ist wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass einzelne Körpersignale nicht DIE EINE, sondern je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben.

Koerpersprache Frau, Besonnenheit

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​Körpersprache Frau: Ein echter Hingucker​ – ​überschlagen der Beine!

​Sowohl im Stehen als auch im Sitzen überschlagen Frauen gerne die Beine. Dies hat manchmal offensichtliche Gründe (z. B. wenn sie einen Rock tragen), oder es ist einfach bequem, manchmal Unsicherheit, Unwohlsein und hin und wieder auch ein Zeichen für einen dringenden Toilettenbesuch. Zudem kann dieses Körpersignal auch sehr elegant wirken (dies hängt auch stark vom gewählten Outfit ab). Es kann allerdings auch mit Zurückhaltung assoziiert werden oder auch dass wir mit der jetzigen Situation zufrieden sind und keine Änderung wünschen.

Körpersprache Frau, überkreuzte Beine

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Der ehemalige FBI-Profiler Joe Navarro beschreibt in seinem Buch eine Szene, in der er zwei ihm fremde Frauen mit gekreuzten Beinen voreinander stehen sieht und daraus sofort folgern kann, dass die beiden miteinander schon lange befreundet sind. Denn wenn das Gehirn zulässt, dass die Beine sich in dieser entspannten Position befinden, ist es sich sicher, dass keine Gefahr droht, vor der es weglaufen müsste.

Koerpersprache Frau, überkreuzte Beine, Stand

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Auch die Richtung machts: In welche Richtung das oben liegende Bein zeigt, gibt einen guten Hinweis, wie man zu seinem Gesprächspartner oder dem gerade besprochenen Thema steht (bzw. sitzt). Zeigt das Bein nämlich in die Richtung des Gegenübers, ist man diesem und dessen Ideen zugewandt. Zeigt das Bein jedoch in die andere Richtung, bedeutet dies tendenziell eher Ablehnung. Generell nimmt die Frau im Stand weniger Raum ein, als ein Mann, der sich gerne mal breitbeinig hinstellt und damit zeigt, wieviel Bodenhaftung er und seine Argumente haben.

Körpersprache ​Frau: ​Gesten und Handbewegungen

​Tendenziell nehmen Gesten bei der Körpersprache Frau wenig Raum ein. Ihre Handbewegungen sind in der Regel räumlich und zeitlich kürzer als gleiche Gesten eines Mannes. Kleine Gesten lassen auch die Sprecherin „klein“ erscheinen. Zwar ist dies natürlicher, zaghafter, empathischer – was durchaus in intimen oder ernsten Gesprächen angemessener sein kann. Präsenter jedoch wirken Gesten, die mehr Handlungsraum für sich einnehmen, ohne übertrieben zu sein.

Auch abknickende Handgelenke verstärken den Eindruck​ der Körpersprache Frau ​für Schutzbedürftigkeit​. Beim Flirten kann es gut sein, die Handtasche mit abgeknicktem Handgelenk​ auf der ​Schulter zu tragen. In Situationen, in denen Frauen als gleichwertig wahrgenommen werden möchten, ist ein gerades Handgelenk (steht für Geradlinigkeit) eine bessere Alternative.

Körpersprache Frau, Taschen

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Optimalerweise werden Gesten auf Bauch- oder niedriger Brusthöhe ausgeführt. Weiter oben, und sie verdecken das Gesicht und die ebenfalls wichtige Mimik. Weiter unten, und sie wirken negativ (und ziehen die Aufmerksamkeit des Gegenübers eher auf die Intimregion).

Die Handflächen ​am besten offen und bei Gesten nach oben gerichtet​. Das wirkt positiv. Verdeckte Handflächen sehen aus, als hättet ihr etwas zu verbergen ​oder h​altet etwas zurück. Stecken die Hände in den Hosentaschen (dies gilt auch für Männer), wirkt dies schüchtern und als würdet ihr euch am liebsten verstecken.

​Körpersprache Frau: Die Augen einer Frau – ​einfach faszinierend!

​Sehen Männer eine Frau blicken sie ihr zuerst ins Gesicht. Wer hätte das gedacht. Genauer gesagt in die Augen. Dies veröffentlichten britische Verhaltensforscher im Fachmagazin „Plos One“. Die Augen einer Frau können einen Mann in ihren Bann ziehen. Besonders, wenn sie groß und geweitet sind. Die Pupillengröße kann nicht bewusst beeinflusst werden. Sehen wir von unterschiedlichen Lichtverhältnissen mal ab. Die Pupillen eines Menschen vergrößern sich, wenn er etwas Positives sieht, und verengen sich bei negativen Anblicken. Wenn ein Mann also weiß, worauf es zu achten gilt, kann frau ihm nichts vormachen. Und umgekehrt.

Körpersprache Frau, Augen, Blickkontakt

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Frauen können den Bambi-Effekt für sich nutzen. Denn die meisten ​Männer sind sich dessen gar nicht so bewusst. Denn ob deine Lider ein bisschen weiter als normal geöffnet sind, kannst du sehr wohl bestimmen. Allerdings bitte nicht übertreiben. Es soll ja nicht unangenehm sein. Mit einigen Schmink-Tricks und ohne viel Aufwand kannst du deine Augen betonen und sie viel größer erscheinen lassen.

Was man(n) auch noch von deinen Augen ablesen kann, ist, ob du ehrlich überrascht bist. Dann ziehen sich nämlich automatisch die Augenbrauen etwas nach oben. ​Eine offensichtlich gespielte Mimik fällt ​auf und wirkt unauthentisch. ​Die Mimik langfristig zu verändern, geht in der Regel nur, wenn wir an unseren inneren Einstellungen arbeiten. Beispielsweise: Lächelst du nur wenig, mache dir bewusst schöne Gedanken. So bringst du auch gleich deine Augen zum Strahlen. ​

Unser Gesicht zeigt mit seinen Spuren bzw. Falten, ​welche ​Einstellungen wir haben. Ob wir eher gelassen und entspannt, fröhlich oder eher traurig,​ angespannt durchs Leben ge​h​en. Zu der inneren ​Einstellung, gibt es auch im Äußeren eine tolle Möglichkeit Entspannung in unser G​esicht zu zaubern – mit Gesichtsyoga. ​Es werden die Gesichtsmuskeln trainiert und mit stetigem Üben wird d​ein Gesicht nicht nur entspannter, sondern auch jünger aussehen.

​Der Mund nimmt eine besondere Stellung in der Körpersprache Frau ein

​Ähnlich wie die Augen kann ein ​Mund alle Blicke auf sich ziehen.​ Ist er zudem Rot​, bleibt der Blick auf jeden Fall hängen. Beim Lächeln ist der ​Mund geöffnet und zeigt die Zähne. Nur die obere Zahnreihe zu zeigen, wird als ein echteres Lächeln empfunden​​, ​​als eines, bei dem auch die unteren Zähne zu sehen sind. Dieses wird oft als falsches Lächeln wahrgenommen. Aber auch das perfekte Umsetzen hilft nichts, wenn die Augen nicht „mitlachen“. Nur wenn sich die Lachfältchen seitlich des Auges zeigen, kommt das Lachen wirklich von innen, wirkt es echt und voller Freude und ist nicht aufgesetzt.​

Körpersprache Frau, Mund, Lippen

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Je mehr man sich allerdings auf die Mimik konzentriert, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Lächeln einen Sekundenbruchteil zu spät kommt – und ​seinem Gegenüber mindestens unbewusst merkt, dass etwas an diesem Ausdruck nicht stimmt. Daher ist der beste Tipp (s. auch oben): an den Einstellungen zu arbeiten. Das Innere strahlen zu lassen, lockerer und gelassener zu werden, das ​Grübeln zu stoppen und bewusst an die guten Dinge zu denken.

Was verrät die Körpersprache Frau, wenn ​frau leicht auf der der Unterlippe kaut oder sie befeuchtet? Das kann man schon als Flirtsignale deuten oder sie ist in Gedanken vertieft und überlegt. Hier ist wieder die Gesamtheit der Signale und die Situation gefragt.

Manchmal ist einem wahrlich nicht zum Lachen. Das ist auch völlig ok. Und doch können wir etwas daran ändern und es leichter nehmen, indem wir ein Lächeln erzwingen. Da hilft der gute altbewährte Trick mit dem Stift. Einen Stift etwa dreißig, besser sechzig Sekunden zwischen die Zähne klemmen. Das imitiert ein Lächeln und die Stimmung verbessert sich. Wichtig: zwischen die Lippen geklemmt erzeugt das Gegenteil, da dies Analogien zu einem missgelaunten, unzufriedene​n Gesicht erzeugt.