Körpersprache Mann: Die wichtigsten Merkmale!

​Alleine wegen der Unterschiede im Körperbau haben Männer und Frauen verschiedene Körpersprachen. Da Männer muskulöser sind und ein breiteres Kreuz haben, wirkt ihre Körpersprache an sich schon viel präsenter und raumausfüllender. ​Was ​macht denn zudem die Körpersprache Mann ​aus? Wie hat sich ​die Körpersprache Mann im Laufe der Zeit verändert und was ist zudem typisch männlich?

Körpersprache Mann

​Typische männliche Körpersprache

​Wie stehen Männer da?

Ein Mann, der mit überkreuzten Beinen dasteht, ist ein seltsames Bild und selten zu sehen. Was natürlich auch rein anatomische Gründe hat … Für Frauen allerdings ist das eine relativ beliebte Position. Damit machen sich Frauen allerdings kleiner, bzw. schmäler, und nehmen sich eher zurück. Solche Unsicherheiten sind bei Männern eher selten zu sehen.

Das andere Extrem sieht man öfter: Ein sehr aufrechter Stand, die Brust rausgestreckt, die Daumen stecken in der Gürtelschnalle. Das ist schon ein deutlicher Hinweis auf die Männlichkeit – die anderen Finger zeigen hier nämlich direkt … ihr wisst schon wohin. Übertrieben ausgeführt, kann das als Macho-Pose durchgehen.

In die Taille gestemmte Hände und die Krawatte zurecht streichen sind weitere typisch männliche Gesten. Solche Posen lenken Blicke, und genau das sollen sie auch. Dies erzeugt Aufmerksamkeit, nach dem Motto: „Schaut her! Hier bin ich! Ich habe alles unter Kontrolle.‟

Körpersprache Mann, Haltung, Macho

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Eine positive männliche Körpersprache hat ein Mann, der einerseits eine gute Haltung besitzt, wie einen aufrechte​n Stand, eine gerade Kopfhaltung​ ... ​​​Und selbstsichere Bewegungen, wie ein lockerer Gang, raumgreifende, positive Gesten​ ... ​Zur Körpersprache Mann gehört ebenso ein allgemein gepflegtes Äußeres und eine angenehme Stimme.

Körpersprache M​​ann: Dominant oder zurückhaltend?

Männer sind direkter, sowohl in dem, was sie sagen, als auch in ihrer Körpersprache. Auch in einer größeren Gesprächsrunde wenden Singlemänner sich in der Regel der Frau zu, für die sie sich interessieren. Und zwar egal, ob sie selbstbewusst oder schüchtern sind. Sobald es eine Möglichkeit gibt, sucht Mann die Nähe seiner Auserwählten, indem er etwa auf einer Bank näher rutscht. Oder er sitzt im Caf​é neben ihr und legt den Arm auf die Stuhllehne. Die Distanz verringert sich bei Gefallen stetig und ganz diskret. Wer zu dominant auftritt und direkt am Anfang den persönlichen Distanzraum durchbricht, hat deutlich schlechtere Karten, als der, der sich langsam annähert.

Körpersprache Mann, gebeugte Haltung

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Sind die Blickkontakte nur kurz und flüchtig, dafür sehr häufig, und die Haltung eher gebeugt, zeugt dies eher von Unsicherheit. Die Schultern sind eingefallen, der Rücken krumm, manchmal haben die Schultern nicht die gleiche Höhe. Dem Gegenüber fällt das, wenn nicht bewusst, dann unbewusst auf. Auf diese Art und Weise machen sich Männer klein und auch ihre Aussagen.

Das liegt allerdings eigentlich gar nicht in der Natur des Mannes. In der Regel prägt Dominanz und Sicherheit die Körpersprache ​Mann. Es ist entwicklungsgeschichtlich gesehen ein Revierverhalten, das immer noch im Unterbewusstsein der Männer präsent ist.

​Körpersprache Mann: Ist es nun gut, dominant zu ​wirken?

Diese Frage ist interessant. Denn Tatsache ist einfach, dass alle Menschen um uns herum unbewusst auf die Signale reagieren, die unser Körper aussendet. Das ist wie eine Art gesellschaftliches Schubladendenken. Und dieses – so fair oder unfair dies auch sein mag – entscheidet, ob die Gesellschaft ein positives oder negatives Bild von uns hat.

Wollen wir also z.B. energiegeladen oder kompetent wirken, können wir dies nur, wenn unsere Optik und unsere Art dem Bild entspricht, das andere Menschen von einem energiegeladenen oder kompetenten Menschen ha​ben. 

Durch die Optik, durch das äußere Erscheinungsbild kann die Wahrnehmung der Person beeinflusst werden. Nicht nur der Kleidungsstil, vielmehr auch die Farbwahl setzen Statements. Studien belegen, dass Männer, die die Farbe Rot tragen, Dominanz ausstrahlen. Farben wirken. Farben erzeugen Stimmungen. Nur ein kleiner Exkurs: ein Raum der rot gestrichen ist, fühlt sich wärmer an. Einer in blau, fühlt sich kühler an. Anderseits macht ein roter Raum auch aggressiver​.

Körpersprache Mann, Hände, Handdruck

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Ist ein Mann dominant, kann man das auch bei der Begrüßung schon erkennen. Der Händedruck verrät es. Die Hand wird stark gedrückt, fast zerquetscht oder/und nach unten gedrückt. Was soviel ausdrückt wie: „Hier sage ich, wo es langgeht!“ Es ist zwar nicht ganz so wie beim Armdrücken (das vor allem als Sportart in USA, Japan und Südkorea äußerst populär ist) – aber ein Handschütteln kann durchaus zu einem Kräftemessen werden.

Für Verkäufer und bei Vorstellungsgesprächen ist ein zu dominanter Handschlag eher weniger angebracht, ebenso eine zu lasche Hand (dies wird eher als Zeichen für geringe Entschlussfähigkeit und Unsicherheit gedeutet). Am besten, Ihr findet einen guten Mittelweg​.

​Imponierende Körpersprache Mann: Mann tut‘s im Sitzen & Stehen

Je nach Situation und je nachdem, wie viel Raum ihr einnehmt, kann eine selbstsichere Pose von cool, lässig und selbstsicher auch in arrogant, unsympathisch oder geposed umschwenken. Nämlich dann, wenn ein übertriebenes Raumeinnehmen gezeigt wird. Beansprucht ihr mit euren Armen und Beinen zu wenig Raum, ist das ​allerdings auch nicht gut. Wie beispielsweise die Arme, die eng am Körper liegen, zusammengestellte Knie, zurückgenommene Gestik – das entspricht so gar nicht der ​Körpersprache Mann.

In den meisten Fällen wirken verschränkte Arme wie eine Barriere zwischen dir und deinem Gesprächspartner. Männer stellen sich gerne frontal vor ihre Gesprächspartner und stemmen die Hände in die Hüfte. Wer hier an eine Amsel denkt, die sich aufplustert und um das Weibchen herumtanzt, liegt nicht ganz daneben: Auch die Amsel macht sich groß und breit, um ihr Revier zu markieren.

Die meisten Männer sind in einer konstanten Wettkampfsituation aufgewachsen. Ob im Kindergarten oder mit den Schulkameraden: Ständig ging es darum, der Schnellste und Stärkste zu sein. Männer, die sich ihrer eigenen Bedürfnisse bewusst sind, haben gelernt, den Raum, den sie beanspruchen möchten, auch einzufordern. Dies geht mit raumgreifenden Gesten und Bewegungsmustern.

Körpersprache Mann, echter Mann

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Zeigt ein Mann eine sehr zurückgenommene Gestik, ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass er sich in seiner Haut nicht wohlfühlt. Am ​ehesten beeindrucken Männer ​Frauen, wenn sie sich einfach verhalten, wie – ​ein echter Mann. Bloß was ist denn ein echter Mann? Das liegt im Auge des Betrachters. Hier gibt es keine eindeutige Definition. Genauso wie bei der Körpersprache, ​sie kann nur aus der Gesamtheit der Signale gedeutet werden. Kein einzelnes Signal ist eindeutig. 

​Körpersprache Mann deuten: Wann ist ein Mann überhaupt ein Mann?

Mit diese​r Frage haben sich schon viele beschäftigt. Nicht nur Herbert Grönemeyer​. Wie sieht die Rolle des Mannes denn heute aus? Was ist die neue Männlichkeit? Ist sie mit der alten Männlichkeit gleichzusetzen? Was hat sich verändert? Was ist stark und was ist schwach?

​​​​Schon der weltberühmte David von Michelangelo trägt beide Seiten in sich. Zum einen ist die Skulptur, mit der Michelangelo das Bild eines perfekten Mannes schaffen wollte, mit ihren 5,17 m sehr imposant. David ist athletisch und muskulös. Mit seinem durch und durch definierten Körper steht er da, makellos und unerschütterlich – ein wahrer Held​. Allerdings wird er im Alten Testament alles andere als groß und stark beschrieben, sondern als ein Knabe, der mithilfe seiner Steinschleuder den Riesen Goliat besiegt.

Koerpersprache Mann, Skulptur David, Oberkoerper

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Michelangelos David zeigt ​in seiner ​​​Körperspannung Gelassenheit, Entschlossenheit und Stärke. Sein Gesicht spricht allerdings eine andere Sprache. Hier sind auch Unsicherheit, Zweifel und Angst zu erkennen. Hatte dies auch der echte David damals? Als der hünenhafte, kampferprobte feindliche Krieger auf ihn zu stapfte und von allen Bewohnern Bethlehems sich nur David ihm entgegenstellte? Nun, ganz ehrlich – wir wissen es nicht. Auch Michelangelo wusste es nicht, als er sich 1501 daran machte, seine imposante Skulptur aus dem Marmor ​freizulegen. ​Eine Statue mit einer Körpersprache, die wie er wusste, jeder, der sie sehen würde, mit Mut, Stärke und Selbstvertrauen verbinden würde.

​Auch heutzutage sehen wir diese Eigenschaften in David​. ​Dies bedeutet, dass sich das Männerbild in den ​letzten paar Hundert Jahren nicht wesentlich geändert hat. ​Was lässt David von einem Hirtenjungen zu einem starken Mann werden​? Mimik, Gestik, Haltung, Körperspannung, ...?

​Körpersprache Mann: D​ie Outfits ​eines Mannes sag​en viel über ihn aus

Welche Kleidung ein Mann trägt, sagt nicht nur viel über ihn aus, sondern beeinflusst auch ​die Körpersprache des Mannes. Die meisten Männer verhalten sichseriöser und ​ernsthafter, wenn sie einen Anzug tragen statt ihre normale Freizeitkleidung. Probiert es einfach mal aus. Zieht euch eine Jogginghose und ein Sweatshirt / T-Shirt an, geht beispielsweise zum Bäcker. Jetzt das gleiche mit einer Anzughose und einem Jackett. Und wie fühlt es sich an? Was hat sich verändert? Wie hat sich eure Haltung verändert, der Gang, die Mimik, Gestik …? Das soll nicht heißen, dass ihr ab jetzt immer mit dem Anzug zum Bäcker sollt. ​​Diese Übung ​​​kann euch einen Eindruck geben, wie ​​das Outfit ​eure Körperhaltung und ​euer Wesen beeinflu​​sst.

Koerpersprache Mann, lässiges Outfit

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Es ist tatsächlich so: „Kleider machen Leute“. Sichtbar wird dies bei Männern in hohen Positionen. Führungskräfte greifen gerne zu teuren Gürteln, Uhren oder anderen Statussymbolen. Auch bei ihrer übrigen Kleidung wählen sie eher Marken und hohe Qualität, um Kompetenz und Erfolg auszustrahlen. Dies ist besonders in Meetings und bei Verhandlungen wichtig, vor allem auch bei Verkaufsgesprächen. Andersherum heißt dies natürlich wieder, dass Menschen einem entsprechend gekleideten Mann automatisch Kompetenz zuschreiben, egal, ob er sie besitzt oder nicht. Das ist doch ein guter Grund, beim Kauf der Kleidung ein bisschen wählerischer zu sein.

Koerpersprache Mann, Business Outfit

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​Körpersprache M​ann: Der wichtigste Punkt beim Outfit: Authentizität!

Wie jetzt? Stellt euch vor, ihr habt einen edlen Anzug an. Ihr seit auf einer geschäftlichen Veranstaltung eingeladen und alle sind ähnlich gekleidet. Da habt ihr eine bestimmte Erwartungshaltung, dass es hier seriös und stilvoll zugeht. Dann tauchen aber ​üble Witze machende Leute auf. Passt ​irgendwie nicht zusammen? ​G​enau, denn die Kleidung sollte ​mit dem Auftreten, der Körpersprache eines Mannes und dem, was er sagt, zusammenpassen. ​Ähnliches gilt in anderen, bzw. im privaten Bereichen. Da ist eure Persönlichkeit und euer eigener Stil gefragt – von ​cool, hip, klassisch​, sportlich, schlicht, witzig, kreativ, punkig und rockig ...

Koerpersprache Mann, eigener Style, eigener Stil, Outfit, Outfit Mann

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Gerade im Business-Bereich gibt es Dresscodes, die definieren, welche Kleidung in welchen Situationen angemessen ist. Im Kundenkontakt ist das Leben um einiges einfacher, wenn man diese Regeln einfach anwendet und nicht ignoriert.

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​Nutze die Chance und verändere dich gleich mit! Finde deinen eigenen Stil. ​Suche dir Vorbilder, lass dich von ihrem Style inspirieren, nimm ihre Körpersprache als Beispiel und übernimm die Teile davon, die zu dir passen. Denn nur wenn alle deine Körpersignale (und dazu gehört auch dein Outfit) zueinander passen, ​bist du in dir stimmig und authentisch.