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​​Mimik ​– mehr als ​Grimassen schneiden!

Ohne Worte kommunizieren – ein echter Könner darin ist der Pantomime. Nur durch Mimik und Gestik transportiert er Inhalte. Einer, der auch als „Der Meister des wortlosen Sprechens“ bezeichnet wird, war der berühmte französische Pantomime Marcel Marceau. Er spielte den Clown „Monsieur Bip“. Hierfür brauchte es wenig, nur einen Zylinder und ein weiß geschminktes Gesicht. Genauso wie seine berühmten Kollegen Buster Keaton und Charlie Chaplin war er einer der Welt-Stars der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

​​​Mimik der Frauen

Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte!

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​Augenblick mal​! Warum sind blaue Augen beliebter?

​Von all unseren Körperteilen, die wir zur Kommunikation benutzen, sind die Augen die erste Instanz der Wahrnehmung. Ungefähr 80 % nehmen wir mit unseren Augen wahr. Andererseits geben sie auch viele Informationen über uns und unsere Gefühle preis. Kleinste Änderungen im Augenausdruck können verschiedene Gefühlszustände ausdrücken. Daher ist es so wichtig, auf die Augen zu achten, wenn wir herausfinden wollen, welche Informationen gerade an uns gesendet werden – und welche wir gerade aussenden.

Menschen mit großen Augen erscheinen attraktiver. Dies lässt sich sogar auf die Pupillengröße beziehen: Hat jemand eine geweitete Pupille, wirkt er auf andere anziehender. Gerade Frauen bedienen sich ​dieser Möglichkeit beim Flirt​. Dies ist ein Grund dafür, warum Frauen beim Schminken oft die Augen betonen. Schon die Frauen im Altertum wussten, dass größere Pupillen attraktiver sind. Damals war es Mode, sich Tollkirschenextrakt ins Auge zu träufeln, um die Pupillen zu weiten (auch auf die Gefahr hin, zu erblinden – also bitte nicht nachmachen!). Zum Glück reicht es beim Flirt, wenn wir einfach daran denken, die Augen zu öffnen, sie strahlen zu lassen und sie ​je nach Geschmack und ​Wirkung zu schminken.

Ein kleiner Bonus für einige von euch: ​Man hat herausgefunden, dass sich die Pupillen von blauen Augen ​​nach visuellen Reizen stärker weiten als die von anderen Augenfarben. Daher wirken blauäugige Menschen grundsätzlich attraktiver.​

Und wer ​​wissen will, was die Pupillen ​seines ​Gegenübers ​verraten​ – was er denkt – kann ihre Größe beobachten​. Die Pupillen eines Menschen verraten seine Gefühle, die er unwillkürlich verspürt, wenn er etwas sieht. Ist er neugierig oder findet er etwas positiv, weiten sich seine Pupillen​. Wenn er etwas sieht, was ihm nicht gefällt, verengen sie sich.

​Get in contact: Blickkontakt

​Auch die Häufigkeit des Blickkontakts und wie lange die Blicke dauern, ist wichtig. Menschen, die eher schüchtern und unsicher sind, halten den direkten Blickkontakt ​nur kurz​. Während sich Selbstbewusstsein auch dadurch zeigt, dass Menschen den Blickkontakt länger (aus-)halten können. Zu lange Blicke wirken schnell dominant oder bedrohlich – allerdings nur, wenn derjenige nicht gleichzeitig lächelt oder freundlich mit den Augen grüßt.

Beim Flirten sollte man Dir also ansehen, dass Du es freundlich meinst. Ernste Blicke irritieren hier. ​Wer versucht, einen Mann mit Schlafzimmerblick zu betören, sollte diesen gut eingeübt haben und ab und zu lächeln – sonst kommt eine andere Message an, als Du senden willst.

​In Flirtsituationen dürfen und sollen Blicke ​als sie im Alltag angemessen ​sind. ​Ein guter Tipp für Frauen ist, mit dem Blick zu spielen. Lasst den Mann nicht zu schnell merken, dass er für euch interessant ist. Zeigt ihm, dass Ihr erobert werden wollt. Beobachtet ihn mit dem Seitenblick, also einem beobachtenden Blick, der eigentlich unbemerkt bleiben will​. Wartet solange, bis der Mann euren Blick bemerkt. Schenkt ihm ein ehrliches Lächeln, dann schaut weg. Dies signalisiert ihm, dass ihr neugierig seid. Das richtige Lächeln ist hier wichtig. Ist es zu zaghaft, wirkt es leicht entschuldigend, so als wolltest Du sagen: „Sorry, aber nein!“ Fehlt es ganz, werden die meisten Männer davon ausgehen, dass Du nicht interessiert bist.

​Zaubert ein Lächeln auf die ​Lippen​

​Der amerikanischen Psychologe Paul Ekman hat die sieben Grundemotionen des Menschen beschrieben. Eine davon ist die Freude, deren Aussehen überall auf der Welt erkannt und verstanden wird.

Ein echtes Lächeln erkennt man daran, dass neben dem breit nach oben gezogenen Mund auch die Augen verengt sind. Lächelt ​ihr, ohne dass der Lachmuskel um die Augen aktiv ist (erkennbar daran, dass sich die „Krähenfüße“ nicht zeigen),​ ist das ein ​Lächel​n ​nur aus Höflichkeit, oder ​eines ​das andere Interessen verfolgt. ​Häufiges unechtes Lächeln ​während ​eines Gesprächs ist ​ein Zeichen, dass dein Gegenüber eher nicht an einer Beziehung interessiert ist.

​Die Mimik zeichnet deinen Charakter ab

​​Neben den rein kommunikato​rischen Aspekten sagt die Mimik auch sehr viel über den Charakter ​jedes einzelnen aus. Gesichtsausdrücke prägen sich ein. Jemand, der über eine lange Zeit ​eher wenig lacht, bekommt hängende Mundwinkel. Anhand der Lage, der Position der ​Falten lassen sich also einige Rückschlüsse über eine Person ziehen​. Ob ​jemand ​viel lacht oder hadert​, skeptisch, verängstigt, ärgerlich oder wohlgesonnen, zuversichtlich, mutig ist, das Leben eher leicht und locker oder schwer und angestrengt nimmt: ​Die Falten verraten es, ob wir wollen oder nicht.

Sich der eigenen Mimik, dem eigenen Gesichtsausdruck, der inneren ​Einstellung bewusst zu werden, ist der erste Schritt. Zu sehen was nicht gefällt, der zweite, und der dritte, es zu verändern. Das bedeutet ​auch, ​seine eigene Einstellungen zu hinterfragen und ​zu verändern​. Nicht nur wenn ihr unter Menschen seid, sondern konstant jeden Tag​. Bleibt dran, dann könnt ihr eure Mimik am Nachhaltigsten ändern. Denn wenn ​ihr euch während eines Gesprächs auf ​​die Mimik konzentriert, leidet darunter schnell ​die Authentizität und​ ihr wirkt auf ​euer Gegenüber ​abgelenkt. Einige einfache mimische Signale, mit denen​ ihr ​beim Flirt gute Chancen habt, ​gibt es hier ...

​Mimik der Männer

Wirklich? Schau mir in die Augen ...

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​Der Blick nach unten

​​Das Klischee der ​schweigsamen Männer, die ​kein Freund vieler Worte ​sind, hilft hier nicht. Denn mit ​ihrer Mimik sag​en sie uns mehr als genug. Es gibt einige mimische Ausdrücke, die uns die Möglichkeit geben, zu ergründen, wie er sich in der jeweiligen Situation fühlt.

Stell dir vor, ​du ​redest mit einem ​netten Mann und er schaut ​dir andauernd auf d​​ie Füße. Ein Zeichen dafür, dass er schüchtern ist? Nicht so ganz.

Amerikanische Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass ein Mann, der beim Gespräch mit einer Frau auf ihre Füße blickt, tendenziell eher nicht an einem Date interessiert ist. Wäre er dies, würde er seiner Gesprächspartnerin öfter ins Gesicht schauen. Der Blick auf die Füße deutet am ehesten auf freundschaftliches Interesse hin. Was es bedeutet, wenn sein Blick hauptsächlich in den Hüftbereich wandert, ist eigentlich klar.

​Ein Mann – ein Blick

​​Gehen wir erstmal einen Schritt zurück. Bevor ein Gespräch überhaupt zustande kommt​, steht der Blickkontakt. Je häufiger er ​deinen Blick sucht, desto interessierter ist er und wartet vielleicht nur noch auf ein Zeichen, dass auch ​du Interesse an einem Kennenlernen hast. ​Ein noch deutlicheres Zeichen ist, wenn er eine Augenbraue hochzieht – wie als unausgesprochene Frage: „Darf ich mich Dir nähern?“

​Stellung der Augenbrauen

​Auf die Augenbrauen zu achten, ist auch im späteren Gespräch eine gute Idee. So kannst ​du herausfinden, ob er das, worüber ihr redet, mag oder ob ​du lieber versuch​st, ein ​Thema zu finden, was ihm besser liegt. Mit den Augenbrauen können Menschen wunderbar kommunizieren. Sie gehören zu den Augen (ist ja klar), betonen den Blick eines Menschen und sind somit sehr gute Anhaltspunkte zum Erkennen des Gemütszustands ihres Trägers. Heben sich beim Sprechen die Brauen, wird​ das, was gerade gesagt wurde, betont. 

Einigen Stellungen der Augenbrauen können konkrete Bedeutungen zugeschrieben werden. So wird Wut mit zusammengezogenen Augenbrauen zum Ausdruck gebracht, während Menschen bei Freude eher beide Brauen hochziehen. Macht mal den Test: Versucht einmal, die Augenbrauen bewusst hochzuziehen und wütend zu sein. Das wird nicht funktionieren. Genauso wenig, wie die Brauen zusammenzuziehen und zu lachen.

​Lippen sagen viel, auch wenn sie nichts sagen

​​Schmale, weiche, große, kleine, herzförmige, gerade, geschwungene Lippen – sie verraten viel über ​dich ​– die Form, die Größe, das Verhältnis von Ober- zu Unterlippe.​ ​I​st es möglich aus dem körperlichen Erscheinungsbild eines Menschen auf seinen Charakter zu schließen​? Die Physiognomik, eine Unterwissenschaft der Medizin, untersucht dies methodisch und kommt zu dem Schluss, dass die Lippenform so einiges über den Charakter aussagt.​ So ​sind Menschen mit vollen Lippen oft sehr familienbezogen und finden Freundschaften sehr wichtig, während ​​schmale Lippen eher ​auf Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit.

Zudem können Lippen so einiges ausdrücken, ohne Worte mit ihnen zu formen. Wie zum Beispiel zusammengepresste Lippen​. Sie ​sind häufig ein Zeichen​ dafür, dass ​intensiv darüber nach​gedacht wird, was ​man als nächstes sag​en möchte – womöglich um den anderen zu beeindrucken​ oder zu imponieren.